25.12. – Feliz Navidad II

Heute war meine allererste Bergetappe, puh.

Nach einer harten Nacht im „Hotel Aparta“, die sich wie Camping mit zu leichtem Equipment anfühlte – kalt und klamm. Die zwei Laken war dezent unzureichend, Heizung ging natürlich auch nicht, das war zu erwarten. Eingemummelt in fast allen Sachen die ich hatte, wachte ich gegen 4:30 durch unheimliche Geräusche,  mechanischer Natur auf. Was sollte das sein. Also Schlaf war nicht so.

Aufgrund des nicht funktionierenden heißen Wasser hatte Enrique sich einen Ruck geben, aus schlechtem Gewissen sicherlich und mir versprochen dass es morgen um 10 dann doch Frühstück gebe. Wenigstens etwas.

Kurz vor Neun klingte das Handy, spanische Nummer, Enrique. Angefroren erwachte ich, ging aber nicht ran. Eine heiße Dusche wäre nun sehr gesundheitsfördernd, aber da war ja was… Ich probierte es trotzdem mit großer Hoffnung. Tatsächlich! Heißes Wasser! Erst mal auftauen. Enrique war unten schon gut busy, akustisch zu beurteilen. Chef persönlich servierte Rührei, Brot und Kaffee. Es ging Berg auf, da ich die Tour von gestern doch schon gut merkte, in den Beinen und auch so, waren die letzten sechs Wochen Wetter- und Kniebedingt eher unaktiv.

Frühstück durch, nun wieder alles einpacken in beiden Taschen. Immer noch recht aufwendig, vielleicht auch etwas zu viel Stuff, bis jetzt brauchte ich aber alles und noch ein paar Croissants vom Weihnachtsmahl wurden auch noch oben draufgequetscht.

Um Elfe gings dann weiter.

Wieder zurück nach Santaniy, den Weg kannte ich ja schon ganz gut. Im hellen mit der Sonne im Rücken sehr angenehm.

Wind auch eher weniger als mehr. Bei Santaniy dann Richtung Osten am Parc natural de Mondrago entlang, bewusst die MA-19 gemieden und erst mal über kleine ruhige Sträßchen Richtung Porto Petro. Tolle Fincas hier links und rechts, auch ein paar Touris streunen hier herum.

Porto Petro mal wieder ein schicker Ort an der Küste. Langsam gewöhnt man sich schon fast an die Lage, jedoch immer wieder schön.

Weiter nach Cala d Or, scheint das Miami von Mallorca zu sein, deftige Buden und protzige Böötchen im Hafen.

Bei den ersten Anstiegen und Abfahrten dort macht meine hintere Bremse auffällige Geräusche, so als ob der Belag ab ist und Metall auf Metall bremst. Mal beobachten. Mehr mit Vorne bremsen wenn möglich. Besserte sich aber dann doch im Laufe der Tour, zum Glück.

Nun wieder hoch auf die Ma-4013 landeinwärts, rechts nach S‘Horta. Mal ein paar km machen. Immer grade aus. Schon zwischendurch nette Anstiege die auch einen Wiegetritt fordern.

Ich durchfahre Porto Christo, kleiner Ort am Meer, ungewohnt viel los hier und ich kann bei einem kleinen Laden Wasser und Snacks aufstocken.

Weiter gehts Richtung Sa Come, durchfahre ich dann auch, hier scheint auch eine Touristenhochburg zu sein im Sommer, alles eher auf Party und so ausgrichtet. Nicht so geschmackvoll, immerhin der Weg führt entlang der Küste.

In Cala Bona mache ich mal halt und gönn mir Mittag, Terrasse am in der Sonne, Oliven, Alioi. Toll.

Nun wird es immer und immer bergiger, macht Spaß.

Ziel ist heute Cala Agulla, 39.7110509,3.4652196, wirklich schicker Ort, direkt am Meer mit kleinem Hafen, enge hügelige Straßen, etwas los ist hier auch und heute muss ich nicht fasten.

Gestern Abend über Airbnb ein Appartement gebucht, kam dort gut an, nur den besagten Schlüssel im Schlüsseltresor gabs leider nicht.

Nach einer Stunde in Kontakt treten über alle möglichen Channels gab es doch ein Lebenszeichen vom Vermieter, der gerade auf Sri Lanka ist und meine Buchung nicht gesehen habe. Hab ich schon mal gehört, vl sollte ich früher buchen?

Zum Glück hat seine Mutter ein Restaurant nebenan und sie kam dann schon mit Schlüssel herbei geeilt. Ganz nett hier, frieren muss ich nich, Dusche geht auch.

Noch unsicher wohin es morgen geht, vielleicht doch noch mehr in die Berge?

Mal sehen.

Hier die Strecke mit Statistiken.

https://connect.garmin.com/modern/activity/4366418277